Stift Braunau, Benediktinerkloster in Broumov, Tschechische Republik
Das Kloster Broumov ist ein Benediktinerkloster, dessen Konvent und Prälatur 1727–1733 von Christoph und Kilian Ignaz Dientzenhofer im Barockstil umgebaut wurden. Die St.-Adalbert-Kirche hat ein einschiffiges Langhaus mit Seitenkapellen; im Inneren sind bemalte Gewölbe, weiße Pilaster mit vergoldeten Kapitellen und ein Hochaltar mit einem gerahmten Gemälde zu sehen.
Nach 1258 als von Břevnov abhängige Propstei gegründet, wurde das Kloster Mitte des 13. Jahrhunderts befestigt. 1420 floh Abt Nikolaus II. mit dem Codex Gigas dorthin; nach dem Brand von 1559 bauten Christoph und Kilian Ignaz Dientzenhofer es zwischen 1727 und 1733 barock um.
Der Name Broumov leitet sich vom slawischen Wort für Birken ab und verweist auf die einst bewaldete Umgebung. Wer heute durch die Anlage geht, kann nachvollziehen, warum die Mönche diesen Ort für ihre Gemeinschaft wählten.
Der Komplex ist für Besucher mit Führungen zugänglich und bietet einen Café, ein Restaurant und ein Bildungszentrum an. Es gibt auch Übernachtungsmöglichkeiten in renovierten Mönchszellen für diejenigen, die länger bleiben möchten.
Über der Kapelle des Heiligen Kreuzes wurde 1999 eine Kopie des Turiner Grabtuchs von 1651 gefunden, verwahrt in einer Holzkiste hinter einem vergoldeten Stuckkranz mit der Inschrift Sancta Sindon. Gestiftet wurde sie dem Kloster von Matouš Ferdinand Sobek von Bílenberk; von rund 40 solchen Kopien weltweit ist dies die einzige in Mitteleuropa.
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