Oldřich Oak, Stieleiche in Peruc, Tschechische Republik
Die Oldřich-Eiche ist eine alte Solitäreiche im Dorf Peruc in Tschechien, die eine Höhe von 29 m erreicht und mit ihrem weit ausladenden Kronendach die umliegende Landschaft überragt. Der Stamm ist besonders mächtig, und die unteren Äste biegen sich weit in alle Richtungen, was dem Baum eine breite, markante Form verleiht.
Die Eiche erscheint in der Dalimil-Chronik, die sie mit der Begegnung Herzog Oldřichs und Boženas verbindet; ihr Sohn war Bretislav I. Das Alter ist umstritten: 500 Jahre 1872, 1.000 Jahre 1910, über 800 Jahre 2009. Manche Fachleute halten es für möglich, dass die Legende auf einen jüngeren Baum übertragen wurde.
Der Name der Eiche stammt aus der Legende des 11. Jahrhunderts um Herzog Oldřich, der der Überlieferung nach die Bäuerin Božena an einem Brunnen in Sichtweite des Baumes traf; ihr Sohn war Břetislav I. Die Erzählung steht in der Dalimil-Chronik, und später griffen František Nepil, Miroslav Horníček, František Ženíšek und Adolf Liebscher den Baum auf.
Der Baum ist von Peruc aus gut zu Fuß erreichbar und befindet sich in einem offenen Bereich, der keine besonderen Kenntnisse erfordert. Festes Schuhwerk empfiehlt sich, da der Boden rund um den Stamm uneben sein kann.
Der hohle Stamm wurde mehrfach von Vandalen angezündet, 1993 und erneut in der Nacht vom 13. auf den 14. August 1995, und die Eiche überstand beides. Ihr Zustand wurde 1988 mit 2 und 1998 mit 4 bewertet; Fachleute stellen fest, dass sie langsam abstirbt.
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