Wasserkraftwerk Vrané, Stausee in Vrané nad Vltavou, Tschechische Republik
Der Stausee Vrané ist ein von der 1935 fertiggestellten Talsperre Vrané aufgestauter Abschnitt der Moldau und das älteste Glied der Moldau-Kaskade. Der Rückstau reicht 12 km das Moldautal und 3 km das Sázavatal hinauf bis zum Fuß des Kraftwerks Štěchovice. Am linken Ufer liegen zwei in das Oberwasser vorgeschobene Schleusenkammern, zwischen Schleusen und Kraftwerk vier je 20 m breite Wehröffnungen.
Der Stausee wurde zwischen 1930 und 1936 erbaut, um Wasserkraft zu nutzen und den Wasserhaushalt der Region zu verbessern. Das Wasserkraftwerk nahm 1936 seinen Betrieb auf und war die erste größere Anlage an der Vltava mit zwei Kaplanturbinen.
Der Stausee ist ein Ort, an dem sich Technik und Natur treffen und den Alltag der Menschen vor Ort prägt. Die Schleusenkammern ermöglichen es, Boote und Schiffe vorbeifahren zu sehen, während Besucher vom Ufer aus das Wasser beobachten und die Ruhe des Ortes genießen.
Das Gelände ist leicht zugänglich mit Wegen entlang des Damms und grasbewachsenen Flächen zum Entspannen. In der Nähe gibt es ein Restaurant und einen kleinen Buffetshop, und es gibt Übernachtungsmöglichkeiten in einfachen Cottages.
Der Stausee dient auch als unterer Speicher für ein Pumpwerk, das Wasser bei geringerem Bedarf zurück in das obere Becken pumpen kann. Dies ermöglicht es der Anlage, Strom zu späteren Zeiten zu erzeugen und die Energieversorgung flexibler zu gestalten.
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