Museum Kampa, Museum für moderne Kunst in der Kleinseite, Prag, Tschechische Republik.
Das Museum Kampa ist eine private Kunstgalerie, die 1999 von Meda Mládková gegründet wurde und in den renovierten Sova-Mühlen auf der Kampa-Insel in Prag untergebracht ist. Das Gebäude bewahrt seine neugotische Fassade von Josef Schulz nach 1867 und integriert moderne Glaselemente von Václav Cigler und Marian Karel. Die Sammlung umfasst 1.086 Werke tschechischer und europäischer Kunst, mit einem Kern aus Gemälden von František Kupka und Skulpturen von Otto Gutfreund.
Die Wassermühlen an diesem Ort sind ab 1393 belegt und gehörten dem Benediktinerinnenkloster auf der Prager Burg. Nach den Bränden von 1501, 1560, 1641 und 1896 wurde die Mühle in Renaissance-, Barock- und klassizistischen Formen wiederaufgebaut; Josef Schulz entwarf nach 1867 die neugotische Fassade. Die Stadt verpachtete das verfallene Gebäude 1999 an Meda Mládková, das Studio 8000 sanierte es, und das Museum eröffnete am 8. September 2003.
Das Museum zeigt Werke von tschechischen Künstlern wie František Kupka und Otto Gutfreund, die in den Räumen hängen und die Geschichte der modernen Kunst Europas erzählen. Man sieht hier, wie sich die künstlerische Ausdrucksweise vom frühen 20. Jahrhundert bis heute entwickelt hat.
Das Museum liegt auf der Insel Kampa, die man zu Fuß vom Altstädter Ring oder über die Karlsbrücke erreicht. Es ist gut gekennzeichnet und bietet Informationen zu den Exponaten in mehreren Sprachen.
František Kupka war Tscheche, geboren in Opočno, und Meda Mládková baute den Kern der Sammlung dank ihrer persönlichen Freundschaft mit ihm auf. Das Museum bewahrt zudem 17 Bronzeskulpturen von Otto Gutfreund, die gekauft wurden, nachdem ein New Yorker Händler sie nicht verkaufen konnte.
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