Molochov, Funktionalistischer Wohnkomplex in Letná, Tschechische Republik.
Molochov ist ein Wohnkomplex, der sich wie ein zusammenhängendes Ensemble entlang der Straße erstreckt und durch eine durchgehende Fassade geprägt wird. Das Gebilde besteht aus vierzehn verbundenen Wohneinheiten mit klaren Proportionen und funktionalistischen Merkmalen.
Das Ensemble wurde 1938 fertiggestellt und entstand durch die Zusammenarbeit mehrerer Architekten, die später aufgrund der politischen Lage die Tschechoslowakei verlassen mussten. Es steht als Beispiel für den frühen modernistischen Wohnungsbau vor dem Zweiten Weltkrieg in Prag.
Der Spitzname Molochov tauchte bereits beim Bau 1937 auf; er stammt wohl von der abwertenden Bezeichnung „Moloch“ durch die Bauarbeiter für diesen massiven Bau, nicht von der biblischen Figur. Der luxuriöseste Eingang ist mit Carrara-Marmor aus italienischen Steinbrüchen verkleidet, und die Häuser bewahren ihre ursprünglichen Metallgeländer, Briefkästen und Türbeschläge.
Das Gebäude liegt an einer gut erreichbaren Straße im Stadtteil Bubeneč und ist vom öffentlichen Raum aus einsehbar. Besucher können die Fassade von der Straße aus bewundern und die Proportion der Fensterreihen und Balkone erkennen.
Der Name Molochov war bereits 1937 unter den Bauarbeitern gebräuchlich, wohl als abwertender Spitzname für die Massigkeit des Baus. Der vornehmste Eingang ist mit Carrara-Marmor aus italienischen Steinbrüchen verkleidet, und die Metallarbeiten reichen von Geländern bis zu Briefkästen. Der Architekt Otto Kohn war der leibliche Vater des Filmregisseurs Miloš Forman.
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