Šipka, Prähistorische Höhle in Štramberk, Tschechische Republik.
Šipka ist eine Kalksteinhöhle im Hügel Kotouč bei Štramberk, bestehend aus zwei Hauptbereichen: dem sogenannten Dachsloch und dem Tropfsteinkorridor. Die Gänge verlaufen durch den Fels und sind über markierte Wanderwege mit anderen Sehenswürdigkeiten der Umgebung verbunden.
Der Archäologe Karel Jaroslav Maška führte zwischen 1879 und 1893 Ausgrabungen in der Höhle durch und stieß dabei auf Spuren der Neandertaler. Ein im Jahr 1880 gefundener Kieferknochen war einer der ersten Belege für die Anwesenheit früher Menschen in Mitteleuropa.
Der Name Šipka bedeutet auf Tschechisch "Hagebutte" und bezieht sich auf die Form des Hügels. Besucher können im Inneren die schmalen Gänge und die natürlichen Kalksteinwände aus nächster Nähe erleben.
Die Höhle ist über die markierten Wanderwege auf dem Kotouč-Hügel erreichbar, einige Abschnitte können nach Regen rutschig sein. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert, da die Wege stellenweise steil sind.
Unter den in der Höhle gefundenen Tierknochen stammen viele von Tieren, die heute in Mitteleuropa nicht mehr vorkommen, wie Höhlenlöwen und Hyänen. Diese Knochen zeigen, wie anders die Tierwelt der Region während der Eiszeit aussah.
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