Rubín, Kulturdenkmal und Burgwall in Dolánky, Tschechische Republik
Rubín Podbořany ist eine frühmittelalterliche Befestigungsanlage auf einem Hügel in Dolánky, Tschechien, und gilt als Kulturdenkmal der Tschechischen Republik. Auf dem Gipfel steht ein hölzerner Aussichtsturm, der einen weiten Blick über die umliegende Landschaft ermöglicht.
Der Hügel war seit dem Neolithikum besiedelt, doch die erste nachgewiesene Befestigung entstand in der Bronzezeit durch die jüngste Phase der Únětice-Kultur. Eine neue Wallanlage mit einer 100–120 cm breiten Steinmauer folgte um 800–400 v. Chr. in der Bylany-Kultur, als etruskische Bronzefibeln Kontakte zur Region Poohří belegen. Frühmittelalterliche Funde umfassen awarisch-slawische Gürtelbeschläge und zwei eiserne Sensen.
Der Name Rubín bedeutet auf Tschechisch „Rubin“, doch die Quellen erklären seine Herkunft nicht. Die Grabungen unter Helmut Preidel 1934–1938 und unter Josef Bubeník 1987–1991 brachten in Etrurien gefertigte Bronzefibeln zutage, die im Regionalmuseum in Chomutov aufbewahrt werden, sowie awarisch-slawische Gürtel- und Pferdegeschirrbeschläge.
Der Hügel ist vom nahe gelegenen Podbořany aus auf einem Waldweg zu Fuß erreichbar, und am Friedhof von Pšov stehen Parkplätze zur Verfügung. Der Aufstieg zum Gipfel erfolgt ausschließlich zu Fuß über Waldwege, sodass festes Schuhwerk empfehlenswert ist.
Von der Plattform des Holzturms aus sieht man in der Ferne die Kühltürme der Kraftwerke Prunéřov und Tušimice, die einen starken Kontrast zur uralten Anlage bilden. Dieser unerwartete Blick macht den Turm zu einem der wenigen Aussichtspunkte, von dem aus man jahrtausendealte Erdwälle und moderne Industrie gleichzeitig sehen kann.
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