Church of Saint Joseph, Barockkirche in Mala Strana, Prag, Tschechische Republik.
Die Kirche des heiligen Joseph steht in der Josefská-Straße in Malá Strana, Prag. Sie hat einen ovalen Grundriss, der von einer Kuppel mit Gurten und Okulus überwölbt wird; die Fassade trägt die Jahreszahl 1691 und wird von gebänderten, rustizierten Pilastern gegliedert. Östlich verbindet ein Gang sie mit der Chorkapelle der Nonnen.
Die Karmelitinnen wurden 1655 von Ferdinand III. nach Prag berufen; der Grundstein wurde 1673 in Anwesenheit Leopolds I. gelegt, und die Kirche wurde 1686–1692 von Johann Ross erbaut. 1692 und erneut 1714 geweiht, diente sie dem Kloster bis zu dessen Aufhebung durch Joseph II. im Jahr 1782.
Die Kirche bewahrt Petr Brandls 1702 für den Hauptaltar gemaltes Bild der Heiligen Familie und seine Vision der heiligen Teresa von Ávila, gestiftet von Václav Vojtěch von Šternberk. Eine Miniatur des Prager Jesuleins in einem Schrein auf der Altarmensa schenkte 1742 Gräfin Kolowratová.
Die Kirche ist leicht zugänglich und liegt in einem lebhaften Viertel mit vielen anderen Sehenswürdigkeiten in der Nähe. Es ist sinnvoll, genügend Zeit einzuplanen, um die kunstvolle Innenausstattung gründlich zu erkunden.
Die Kirche ist die ehemalige Klosterkirche der Karmelitinnen, die 1782 im Zuge der Reformen Josephs II. gingen; die Kongregation der Englischen Jungfrauen führte hier bis 1919 ein Erziehungsinstitut. Die Fassade trägt die Jahreszahl 1691 und über der Statue des heiligen Josef die Inschrift ITE AD JOSEPH.
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