Oettingenský palác, Barockpalast in Malá Strana, Prag 1, Tschechische Republik
Der Oettingenský-Palast ist ein barockes Gebäude in der Prager Malá Strana, das sich durch eine reiche Fassade mit genuteten Steinen, einem barocken Portal und vertikal unterteilten Geschossen auf der Westseite auszeichnet. Im Inneren bewahrt das Gebäude noch Renaissance- und fruhe barocke Gewoelbe im Erdgeschoss, waehrend es mit spaeten klassizistischen Tueren und neorokoko-Oefen ausgestattet ist.
Der Bau des Palasts begann 1713, wobei Architekt František Maxmilián Kaňka das Gebäude in seine heutige barocke Form gestaltete. Allerdings war das Anwesen bereits in früheren Zeiträumen Standort eines gotischen Hauses, das waehrend der Renaissance umgebaut wurde.
Das Gebäude wurde 1898 zum Sitz eines Gymnasiums und verlor damit seinen Status als Adelssitz. Diese Umwandlung prägte seinen Charakter und seine Nutzung bis heute stark.
Das Gebäude liegt neben der Thomaskirche und ist über die Letenská-Straße erreichbar. Zwei Fussgängerdurchgaenge wurden 1927 angelegt, um den Zugang zum Palast zu verbessern und die Fortbewegung durch das Viertel zu erleichtern.
Das Gebäude bewahrt eine seltene Mischung aus verschiedenen architektonischen Perioden, mit Renaissance- und Barockelementen im Untergeschoss, die selten so deutlich nebeneinander sichtbar sind. Diese Schichtung erlaubt Besuchern, mehrere Jahrhunderte Prager Baugeschichte an einem Ort nachzuvolziehen.
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