Schloss Lana, Renaissance- und Barockschloss in Lány, Tschechische Republik
Schloss Lány ist ein Barockbau am Südrand des Dorfes Lány westlich von Prag, dessen blassgelbe Fassade auf einen vorspringenden Mittelrisalit ausgerichtet ist. Hinter einer niedrigen Balustrade erhebt sich eine dunkle, glockenförmige Kuppel mit Spitze, die Flügel tragen orange-rote Walmdächer mit kleinen Dachgauben. Unten sitzt ein gewölbtes Holztor, die unteren Wandpartien sind von Kletterpflanzen bewachsen.
Ein hölzerner Herrensitz in Lány wird 1392 erstmals erwähnt, damals im Besitz des Edelmanns Hašek von Lány. 1592 wurde die alte Feste zu einem eingeschossigen Renaissance-Jagdschlösschen umgebaut, wohl nach einem Entwurf des italienischen Architekten Aostalli, mit Sgraffito und Wassergräben. Die Waldsteiner stockten 1730 ein Geschoss auf, die Fürstenberger 1821–1825 ein zweites.
Der Name des Dorfes Lány stammt vom altböhmischen Wort für die Aufteilung des Landes in Streifen. Im Schlosspark steht ein antiker Brunnen mit dorischen Pilastern, an dem fünf Löwen Wasser für Böhmen, Mähren, Schlesien, die Slowakei und die Karpatenukraine speien, die fünf Säulen der Ersten Republik. Das Schloss selbst ist geschlossen und wird von der Burgwache bewacht.
Das Schloss selbst ist für Besucher geschlossen, aber die Parkanlage mit ihren Wegen steht der Öffentlichkeit offen und lädt zu Spaziergängen ein. Die Wege sind gut zu Fuß erreichbar und bieten einen guten Überblick über das Gelände und die Umgebung.
Der Friedhof von Lány beherbergt das Grab von Tomáš Garrigue Masaryk, dem ersten Präsidenten der Tschechoslowakei, was dem Ort eine tiefe symbolische Bedeutung verlieh. Dieser Bestattungsort machte das Schloss und seine Umgebung zu einem Wallfahrtsort für jene, die sich mit der modernen tschechischen Geschichte verbunden fühlen.
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