Schrattenbachův palác, Barockpalast in Brno, Tschechische Republik.
Der Schrattenbachův palác ist ein Barockpalast in der Kobližná-Straße, über zwei älteren Häusern errichtet und von Mořic Grimm umgestaltet, der 1735–1738 das zweite Obergeschoss aufsetzte; 1847 kam ein Halbgeschoss hinzu. Sein Hof wurde 1998–2001 mit Stahlgalerien und einer gläsernen Pyramide über dem Bibliotheksatrium neu gebaut.
Zwei 1703 von Gräfin Marie Elisabeth Breuner gekaufte Häuser wurden durch einen Palast nach Plänen von Christian Alexander Oedtl ersetzt. 1725 ging er an den Olmützer Bischof Kardinal Wolfgang Hannibal von Schrattenbach, der ihn 1735–1738 durch Mořic Grimm umbauen ließ, mit Aufstockung des zweiten Obergeschosses und der heutigen Gestalt.
Der Palast trägt den Namen von Kardinal Wolfgang Hannibal von Schrattenbach, Bischof von Olmütz, der ihn 1725 erwarb und ihn 1735–1738 durch Mořic Grimm umbauen ließ. Seit 1950 beherbergt er die Jiří-Mahen-Bibliothek, deren Mittelpunkt der verglaste Lichthof aus dem Umbau von 1998–2001 ist.
Die Jiří-Mahen-Bibliothek nutzt das Gebäude seit 1950, nicht seit 1951, und ist zu den Bibliothekszeiten öffentlich zugänglich. Der Eingang liegt an der Kobližná; die Generalsanierung 1998–2001 ersetzte den Südflügel und die Hofeinbauten durch eine Stahlkonstruktion mit Glaspyramide, die heute den zentralen Saal bildet.
Der elfjährige Mozart verbrachte die Weihnachtsfeiertage 1767/68 im Palais, zusammen mit seinem Vater Leopold und der Familie Franz Anton von Schrattenbach, während eines Aufenthalts in Mähren wegen einer Pockenepidemie in Wien. 1956 wurde an der Fassade eine Gedenktafel von Jan Fischer angebracht.
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