Hanička, Artilleriefestung in Rokytnice v Orlických horách, Tschechische Republik.
Hanička ist ein tschechisches Artilleriefort in den Orlitzer Gebirge, nahe Horní Rokytnice in Rokytnice v Orlických horách. Das unterirdische Bauwerk besteht aus sechs miteinander verbundenen Kampfanlagen, die durch lange Gänge und Kammern unter der Erdoberfläche verbunden sind.
Das Fort wurde in den späten 1930er Jahren als Teil der tschechoslowakischen Grenzverteidigung errichtet, um mögliche Angriffe aus dem Norden abzuwehren. Nach dem Münchner Abkommen 1938 wurde es kampflos an die deutschen Truppen übergeben.
Der Name Hanička stammt von einem kleinen nahegelegenen Ort und wurde dem Fort als freundlicher Spitzname gegeben, was für viele Besucher überraschend wirkt. Die Anlage dient heute als Museum, in dem man durch echte Gänge und Räume läuft und sich vorstellen kann, wie die Besatzung dort ihren Alltag verbracht hat.
Das Fort kann nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden, daher empfiehlt es sich, die Tourzeiten im Voraus zu prüfen. Da die unterirdischen Gänge ganzjährig sehr kühl sind, sollte man unbedingt eine warme Jacke mitbringen.
In den 1960er Jahren wurde ein Teil der Anlage vom tschechoslowakischen Innenministerium heimlich in einen Atombunker mit dem Decknamen Kahan umgebaut. Dieser geheime Bereich sollte im Falle eines Atomkonflikts als strategischer Regierungsstützpunkt dienen.
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