Church of the Dormition, Orthodoxe Kirche in Prag, Tschechische Republik
Die Kirche Mariä Entschlafung ist eine orthodoxe Pfarrkirche im orthodoxen Teil des Olšany-Friedhofs in Prag 3-Žižkov, nicht in der Altstadt. Sie hat einen quadratischen Grundriss von 8,20 × 8,20 m im Inneren und ist etwa 22 m hoch. Professor Vladimir Brandt entwarf sie im neurussischen Stil nach Vorbildern der Kirchen von Nischni Nowgorod und Pskow; über dem Eingangstor befindet sich ein Mosaik der Verkündigung, das 1927 in der Werkstatt von Marie Foersterová entstand.
1905 wurde auf dem Olšany-Friedhof ein Grundstück für orthodoxe Bestattungen erworben; dort wurde die Kirche am 11. September 1924 gegründet und am 22. November 1925 geweiht. Die Bruderschaft Mariä Entschlafung, unterstützt von Ministerpräsident Karel Kramář und seiner russischen Frau Naděžda, sammelte vier Fünftel der Mittel. Nach Schließung der Nikolauskirche in der Altstadt 1945 wurde sie Pfarrsitz.
Die Kirche heißt Uspenskij-Kirche nach dem Entschlafen der Gottesmutter und dient der orthodoxen Gemeinde auf dem Olšany-Friedhof. An ihrer Wand hängt seit 1995 eine Gedenktafel in Tschechisch und Russisch für russische, ukrainische und andere Emigranten, die 1945 aus der Tschechoslowakei in die UdSSR verschleppt wurden. In der Krypta der heiligen Sophia liegen die Gründer begraben.
Die Kirche ist für Besucher frei zugänglich, aber es ist wichtig, die laufenden Gottesdienste zu respektieren und während der Liturgie angemessene Ruhe zu bewahren. Besucher sollten sich auf bescheidene Kleidung vorbereiten, da dies in orthodoxen Kirchen üblich ist.
Die Kirche steht im orthodoxen Teil des Olšany-Friedhofs in Žižkov, nicht in der Altstadt. In der Krypta der heiligen Sophia ruhen Karel Kramář, der erste tschechoslowakische Ministerpräsident, und seine russische Frau Naděžda sowie der Ingenieur Nikolai Ipatjew, in dessen Haus in Jekaterinburg Zar Nikolaus II. und seine Familie getötet wurden.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 92.086 Mitwirkenden weltweit.