Šach Synagoge, Renaissance-Synagoge in Holešov, Tschechische Republik
Die Šach-Synagoge ist ein freistehender zweigeschossiger Bau mit niedrigem Satteldach und schlichter weiß verputzter Fassade. Der Hauptgebetsraum liegt etwa einen Meter unter dem Geländeniveau, in seiner Mitte steht die verzierte Bima, an der Ostwand der Toraschrein; zwei Öffnungen führen zur Frauenempore im ersten Obergeschoss.
Eine hölzerne Synagoge brannte 1560 nieder, und bald darauf wurde die steinerne Synagoge im Renaissancestil errichtet; 1615 wurde sie durch eine Vorhalle und eine Frauenempore erweitert. In den Jahren 1725–1737 wurden ein Treppenkorridor angebaut, der Gebetsraum eingewölbt und das Innere mit barocker Ausstattung vereinheitlicht. Nach der Eröffnung einer neuen Synagoge 1893 wurde dieses Gebäude nicht mehr genutzt, bis es in den 1960er Jahren als Museum restauriert wurde.
Die Frauengalerie zeigt eine Ausstellung über das jüdische Leben in Mähren mit religiösen Objekten und Dokumenten, die lokale Gemeinden von ihren Anfängen bis zum Zweiten Weltkrieg darstellen.
Der Boden des Gebetssaals liegt etwa einen Meter unter dem umgebenden Gelände und ist über den Seitenflügel mit Vorhalle, Gang und zwei Treppen erreichbar. Die Frauenempore und die frühere Beit Midrasch darüber erreicht man über eine eigene steile Treppe. Führungen werden vom Betreiber angeboten.
Die Holzdecke der ehemaligen Schule (Bejt Midrasch), die über eine steile Treppe erreichbar ist, trägt Blumen-, Obst- und Tiermotive von 1737. Der Raum beherbergt heute eine Studierbibliothek mit Büchern des Rabbiners Šach, darunter eine Ausgabe des Siftei Kohen von 1663, der älteste Band der Sammlung.
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