Šibenice, Artilleriefestung in Jamnice und Březová, Tschechische Republik
Šibenice ist eine Artillerieanlage aus dem 20. Jahrhundert, die auf 377 Metern Höhe zwischen Jamnice und Březová liegt. Die Struktur besteht aus Betonbefestigungen, die zur Verteidigung entlang der nördlichen tschechischen Grenze geplant waren.
Die Planung begann nach Adolf Hitlers Machtübernahme in Deutschland, das Verteidigungsministerium schrieb die Bauarbeiten im Januar 1938 aus, und die Firma Lanna begann am 30. April 1938 für 49.779.717,30 Kč. Die Besatzung war für etwa 615 Soldaten vorgesehen. Angesichts der nationalsozialistischen Bedrohung wurde der unfertige Eingang gezielt verschüttet und ist seither nicht gefunden worden.
Der Name Šibenice bedeutet tschechisch „Galgen“, und die Festung ist auch unter dem deutschen Namen Galgenberg bekannt. Die geplante Besatzung umfasste etwa 615 Soldaten. Die Anlage liegt auf der Kote 376 zwischen Sádek und Milostovice, westlich von Opava.
Die Anlage ist über eine Straße zwischen Jamnice und Březová erreichbar, wobei Parkplätze etwa 200 Meter vom Fort entfernt verfügbar sind. Das erhöhte Gelände sollte bei der Planung berücksichtigt werden, besonders bei ungünstigen Wetterbedingungen.
Die geplanten unterirdischen Gänge erreichten etwa 2.800 m, dazu ein 420 m langer Entwässerungsstollen, womit Šibenice die umfangreichste tschechoslowakische Festung dieser Art war. Der Eingang wurde 1938 gezielt verschüttet und nie gefunden; ein 2018–2019 auf dem Artillerieturmstandort errichteter Aussichtsturm markiert heute die Stelle.
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