Štěpánský most, Stahlbrücke in Kly und Obříství, Tschechische Republik.
Die Štěpánský-Brücke überquert die Elbe mit einer Länge von etwa 96 Metern und besitzt Pfeiler mit pseudo-gotischen Türmen und Zinnen. Die Fahrbahn der Straße I/9 verläuft über die Brücke, während Fußwege auf den Außenseiten angebracht sind.
Der Bau durch die Prager Brückenfabrik im Jahr 1912 markiert die Einführung von Stahlbetonkaissonbefestigungen im böhmischen Brückenbau. Die Struktur bezeugt die technischen Fortschritte dieser Zeit im Eisenbetonbau.
Die Brücke wurde zum Kulturdenkmal der Tschechischen Republik erklärt und zeigt die Handwerkskunst des frühen 20. Jahrhunderts in ihrer Architektur. Die charakteristischen pseudo-gotischen Türme und Zinnen prägen das Bild des Ortes bis heute.
Die Brücke ist für Fahrzeuge auf der Straße I/9 zwischen Prag und Mělník nutzbar und bietet Gehwege auf beiden Seiten. Besucher sollten beachten, dass dies eine viel befahrene Verkehrsroute ist und die Brücke am besten von den Fußwegen aus erkundet werden sollte.
Das Bauwerk nutzt ein spezielles Kontinuumfreitragersystem mit dreifachem Stahlgurt, das in der gesamten Austro-Ungarischen Monarchie nur zweimal verwendet wurde. Diese seltene Konstruktionstechnik macht die Brücke zu einem besonderen Beispiel der Ingenieurkunst seiner Zeit.
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