Loretokapelle, Barockkapelle in Rumburk, Tschechische Republik.
Die Loretokapelle, auch Rumburger Loreto genannt, ist eine Nachbildung des Heiligen Hauses von Loreto aus Sandstein, die 1704 bis 1707 von Johann Lukas von Hildebrandt für Fürst Anton Florian von Liechtenstein errichtet wurde. Außen stehen zehn Sandsteinfiguren von Sibyllen und Propheten von Franz Biener aus Schirgiswalde, dazu Reliefs der Verkündigung, der Heimsuchung und der Volkszählung in Bethlehem. Um 1743 bis 1749 entstand ringsum ein Kreuzgang mit Heiliger Treppe und Kreuzweg.
Die Kapelle wurde 1704 bis 1707 vom Baumeister Jan Lukas Hildebrandt für Fürst Anton Florian von Liechtenstein errichtet; den Grundstein legte Jaroslav Ignác von Šternberk, Bischof von Litoměřice. Anders als ihr marmornes Vorbild in Loreto in Italien besteht sie ganz aus Sandstein. Die 1694 in Rom gefertigte Schwarze Madonna wurde am 15. September 1707 in die Kapelle übertragen.
Die Kapelle ist dem Marienkult gewidmet und zeigt sich als Wallfahrtsort mit einer hölzernen Schwarzen Madonna aus dem Jahr 1694. Die Figur wird von Besuchern verehrt, die an ihre heilenden Kräfte glauben.
Die Kapelle ist von Dienstag bis Samstag für Besucher zugänglich, mit geführten Touren, die Informationen zum Wallfahrtskomplex vermitteln. Es ist ratsam, im Voraus zu prüfen, ob die Touren verfügbar sind, da sie für ein besseres Verständnis der Anlage hilfreich sind.
Im kleinen Turm der Kapelle war ab 1771 ein Glockenspiel installiert; als es beschädigt war, wurde es nach Sachsen verkauft. Die Sandsteinstatuen der zehn Sibyllen und Propheten an der Außenseite stammen von Jan František Biener aus Schirgiswalde, der auch die Figuren auf der Balustrade vor dem Kloster schuf.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 92.171 Mitwirkenden weltweit.