Rosaroter Panzer, Panzerdenkmal in Lešany, Tschechische Republik
Das Monument zeigt einen IS-2m-Panzer, einen sowjetischen Schwerpanzer, der auf einem fünf Meter hohen Steinsockel montiert ist. Das Fahrzeug trägt die Nummer 23 und sein Geschütz zeigt nach Westen.
Das am 29. Juli 1945 auf dem Štefánik-Platz, dem heutigen Kinský-Platz in Smíchov, eingeweihte Denkmal wurde von Marschall Iwan Konew und Vertretern der Stadt enthüllt. Es erinnerte an die Ankunft von Konews 1. Ukrainischer Front, namentlich der 4. Garde-Panzerarmee unter Dmitri Leljuschenko, in Prag am 9. Mai 1945. Der Panzer vom Typ IS-2m trug die Nummer 23, obwohl der erste in die Stadt eingedrungene Panzer, Gontscharenkos T-34-85, die Kennung I-24 trug.
Die Zahl 23 auf dem Turm führte zu einem lokalen Merksatz: 1945 + 23 = 1968, der den Panzer mit dem Einmarsch des Warschauer Pakts verband. Nach 1989 galt das Denkmal weithin als Symbol der sowjetischen Besatzung statt der Befreiung.
Das Denkmal befindet sich heute im Militärmuseum Lešany, wo es zusammen mit anderen Kriegsfahrzeugen und Ausstellungsstücken besichtigt werden kann. Der Standort ist gut zugänglich und bietet Informationen zur sowjetisch-tschechischen Geschichte.
1991 bemalte Kunststudent David Černý den Panzer leuchtend rosa und versah ihn mit provokanten Elementen, was das Denkmal in ein Symbol des Widerstands gegen sowjetischen Einfluss verwandelte. Diese unkonventionelle Kunstaktion machte den Ort zu einem Gesprächsthema über die Deutung von Kriegsdenkmälern.
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