Archiepiscopal palace in Olomouc, Barockpalast in Olomouc, Tschechische Republik
Der Erzbischöfliche Palast in Olomouc ist ein Barockgebäude mit zwei Hauptgeschossen und einer neobarocken Fassade mit drei verzierten Eingangsportalen. Das Gebäude umschließt zwei Innenhöfe und liegt im historischen Zentrum der Stadt.
Das Gebäude wurde zwischen 1664 und 1669 unter Bischof Karl II. von Liechtenstein-Kastelkorn nach schweren Schäden durch den Dreißigjährigen Krieg grundlegend umgebaut. Im Laufe der folgenden Jahrhunderte ergänzten verschiedene Bischöfe neue Räume und Dekorationen entsprechend dem jeweiligen Zeitgeschmack.
Die Empfangsräume im Erdgeschoss zeigen Einrichtungsstile aus verschiedenen Epochen, darunter Rokoko, Empire und Neobarock, die von unterschiedlichen Bischöfen in Auftrag gegeben wurden. Wer durch diese Säle geht, bemerkt, wie sich Geschmack und Repräsentation von Raum zu Raum verändern.
Da das Gebäude mehrere Etagen mit unebenen Böden hat, sind feste, bequeme Schuhe empfehlenswert. Wer sich Zeit lässt und die Innenhöfe sowie die Fassade von außen betrachtet, bekommt einen vollständigen Eindruck des Gebäudes.
Im Jahr 1805 trafen sich der russische Zar Alexander I. und der österreichische Kaiser Franz II. in den Sälen des Palastes zu strategischen Beratungen kurz vor der Schlacht bei Austerlitz. Es ist heute eines der wenigen Gebäude in Mitteleuropa, in dem zwei regierende Kaiser gleichzeitig anwesend waren.
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