Areál československého opevnění Šatov, Militärisches Befestigungsmuseum in Šatov, Tschechische Republik.
Das Areál československého opevnění Šatov ist ein Infanterieblock-Komplex mit Original-Militärausrüstung, zwei Befestigungsgeschützen und Panzerabwehrwaffen, die in einem Festungssystem entlang der Grenze zu Österreich Teil einer umfangreicheren Verteidigungslinie waren. Die Anlage zeigt, wie Soldaten diese eng gebauten Positionen während verschiedener historischer Perioden besetzten und verteidigten.
Die beiden Infanteriebunker wurden im August 1938 von der Prager Firma Konstruktiva betoniert, jeder mit 1450 m³ Beton, nach dem Projekt des Bunkers OP-S 41 bei Opava. Am 27. Oktober 1938 besichtigte Adolf Hitler den Bunker MJ-S 2 „Úvoz“, auf dessen Dach eine Aussichtsplattform mit Holzstiege errichtet worden war. Deutsche Truppen rissen später die gepanzerten Kanonenscharten heraus; nach 1948 wurden die Anlagen von der Znaimer Firma Ing. Růžička fertiggestellt und bis 1999 kampfbereit gehalten.
Die beiden Infanteriebunker tragen die Namen Zahrada („Garten“) und Úvoz („Hohlweg“), entnommen der Umgebung von Šatov. Im MJ-S 3 sind die beiden 85-mm-Festungskanonen in unterschiedlichen Stellungen ausgestellt: in Gefechtsposition im linken Geschützraum und zurückgezogen in der rechten Kasematte. Das Innere ist im Zustand der 1980er Jahre wiederhergestellt.
Der Besuch ist am besten an Wochenenden oder während der Sommermonate möglich, wenn die Anlage regelmäßig geöffnet ist. Besucher sollten sich vorher über aktuelle Öffnungszeiten informieren und mit unebenen Gelände sowie engen Räumen im Inneren der Bunker rechnen.
Am 27. Oktober 1938 besichtigte Adolf Hitler den Infanteriebunker MJ-S 2 „Úvoz“; für den Besuch wurde auf seinem Dach eine über eine Holztreppe erreichbare Aussichtsplattform errichtet. Später riss die deutsche Armee die gepanzerten Scharten der Waffen L1 und M heraus, die aus hochwertigem Stahlguss gefertigt waren.
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