Rukávečská obora, Naturdenkmal in Květov, Tschechische Republik
Rukávečská obora ist ein 6,83 ha großes eingezäuntes Naturdenkmal in einem 848 ha großen Jagdrevier bei Květov, das einen Rest azidophiler Buchenwälder am Nordhang der Oranice (538 m) schützt. Der Bestand ist gleichaltrig, ohne untere Baumschicht, und liegt zwischen 488 und 536 m Höhe.
Der Schutz wurde am 6. August 1929 erklärt; damit ist das Gebiet das älteste Schutzgebiet im Bezirk Písek. Lange prägte ein nach einer Verordnung von 1848 eingerichteter Wildpark die Fläche; ab 1887 kamen Mufflons zu den hohen Rotwildbeständen. Eine Neuerklärung 2022 setzte die Fläche auf 6,74 ha fest.
Die Förster nennen den lange geschützten Bestand „prales“, Urwald. Der Name Rukáveč bezeichnet das umgebende, 848 Hektar große Jagdrevier, in dem seit 1887 Mufflons für die Jagd gehalten werden; der Zaun des Schutzgebiets hält Rotwild und Schwarzwild von den Buchen fern.
Das Schutzgebiet liegt innerhalb der umzäunten Rukávečská obora, etwa 2 km südöstlich von Květov, südlich der Straße Branice–Květov beim Jagdhaus Tyrolský dům. Der geschützte Bestand ist seit 1998 selbst eingezäunt und daher nicht begehbar; die umgebende Obora wird forst- und jagdwirtschaftlich genutzt.
Im Gegensatz zu vielen verwalteten Wäldern werden hier tote Bäume und Äste liegen gelassen, um zu verrotten. Dies schafft einen Lebensraum für Insekten, Pilze und andere Organismen, die von dieser natürlichen Zersetzung abhängen.
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