Solvayovy lomy, Bergbaugelände und Freilichtmuseum in Svatý Jan Pod Skalou, Tschechische Republik.
Solvayovy lomy ist ein Freilichtmuseum für Kalksteinabbau und Schmalspurbahnen in den ehemaligen Steinbrüchen bei Svatý Jan pod Skalou. Erhalten sind eine 600-mm-Bahn mit etwa zwei Kilometern Gleis, ein 139 Meter langer Stollen, über 50 Lokomotiven und rund 150 Wagen sowie die Bergstation einer ehemaligen Schwerkraftseilbahn.
Die belgische Firma Solvay beschloss 1916, einen eigenen Kalksteinbruch zu eröffnen, kaufte das Land für 50.000 Kronen von Václav Komenda und begann am 27. Juni 1918 mit dem Abbau. Der Südsteinbruch wurde 1930 durch einen 217 m langen Stollen mit dem ursprünglichen verbunden. Solvay stellte den Abbau 1956 ein; die Straßenverwaltung beendete die Restgewinnung 1964.
Der Ort spiegelt Tschechiens Geschichte der chemischen Industrie wider, wobei die erhaltenen Maschinen und Loks zeigen, wie Menschen damals hart körperlich arbeiteten. Besucher können noch heute sehen, wie der Bergbau das Aussehen und die Nutzung der Landschaft verändert hat.
Das Gelände ist üblicherweise von Mai bis Oktober für Besucher zugänglich und funktioniert besser bei trockenerem Wetter. Unbefestigte Wege und unebenes Terrain erfordern angemessenes Schuhwerk und Aufmerksamkeit beim Gehen.
Die über 1.500 m lange Schwerkraft-Seilbahn von J. Pohlig verband den Steinbruch ab 1918 mit der Bahn in Loděnice, nicht mit einem Fluss. 1932 umgebaut, wurde ihre Talstation 1959 für die Verladung auf Lastwagen umgerüstet; 1965 stillgelegt, ist nur die Bergstation erhalten und wartet auf Restaurierung.
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