Borkovická blata, Naturschutzgebiet in Borkovice, Tschechische Republik.
Borkovická blata ist ein Naturschutzgebiet im Katastergebiet Borkovice, Bezirk Tábor, drei Kilometer nördlich von Mažice. Es schützt einen Rest eines von Hand abgetorften Übergangsmoor-Ökosystems mit bis zu 8 Meter mächtigen Torfschichten, offenem Seggen-Torfmoos-Land, Torfweihern in alten Torfstichen und einem Spirken-Bestand im Norden.
Die Torfgewinnung in diesem Gebiet begann in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit manuellen Methoden. Nach einer Phase mit traditioneller Arbeit wurde der Abbau ab 1953 industrialisiert und setzte sich bis 1980 fort.
Der Torf wurde von Hand in Blöcke namens „borky“ gestochen, getrocknet und zum Heizen, später als Dünger verwendet; die überfluteten Gruben dieser Arbeit sind heute Torftümpel. Der Lehrpfad Blatská stezka durchquert das Schutzgebiet, und der Name Blata verweist auf die umliegenden Soběslavské Blaty.
Der Lehrpfad Blatská stezka führt durch das Reservat; Länge und Gehzeit nennt die Quelle nicht. Das Reservat liegt im Katastergebiet Borkovice, drei Kilometer nördlich von Mažice im Bezirk Tábor. Der Torfabbau hat den Südteil abgesenkt, die unversehrte Moorfläche liegt im Norden.
Der Torf wurde früher von Hand in sogenannte „borky“ gestochen, getrocknet, als Brennstoff verheizt und danach als Dünger verwendet; die überfluteten Stichgruben bilden heute kleine Torfweiher. Das Reservat gilt zudem dank Dr. František Kotlaba als einer der mykologisch bestuntersuchten Orte der Region Tábor, mit rund 400 nachgewiesenen Pilzarten.
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