Milíčovský les a rybníky, Naturdenkmal in Újezd, Tschechische Republik
Milíčovský les a rybníky ist ein geschütztes Naturmonument im Stadtteil Újezd in Prag, das ein Waldgebiet mit fünf miteinander verbundenen Teichen vereint. Die Teiche liegen eingebettet zwischen altem Baumbestand und feuchten Uferzonen, die sich beim Durchqueren des Geländes abwechseln.
Der Wald wurde im 18. Jahrhundert als Jagdgehege mit Fasanerie angelegt und war im 19. Jahrhundert ein bekanntes Jagdrevier, das mit Arnošt Emanuel Silva-Tarouca, dem Gründer des Parks von Průhonice, verbunden ist. 1988 wurde er zum geschützten Naturdenkmal erklärt, um seine Wald- und Feuchtlebensräume zu erhalten; eine spätere Ausweitung des Schutzes ist nicht belegt.
Der Name des Gebiets verbindet den Ortsnamen Milíčov mit den tschechischen Wörtern für Wald und Teiche und beschreibt damit genau das, was man beim Durchwandern sieht. Besucher beobachten oft Angler an den Teichufern sowie Spaziergänger, die die befestigten Wege für den Alltag nutzen.
Das System umfasst fünf Teiche am Milíčovský-Bach, doch das Schutzgebiet endet am Westufer des Teichs Vrah; nur Milíčovský, Kančík und Homolka liegen darin. Das Gelände reicht von 265 bis 295 Metern, am feuchtesten ist die Seggenwiese im Norden.
Das Gebiet gehört zu den amphibienreichsten Orten Prags und beherbergt mehr als ein Dutzend Frosch- und Krötenarten, die man vor allem im Frühling und in der Abenddämmerung hören kann. Die Rufe wechseln mit den Jahreszeiten, da unterschiedliche Arten zu verschiedenen Zeiten aktiv werden.
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