Vejdova lípa, Einzelstehende Linde in Pastviny, Tschechien.
Die Vejdova Linde ist eine mächtige Winterlinde, die sich in der Hügellandschaft der Orlické hory erhebt und mit ihrer großen Krone das Dorf prägt. Der Stamm zeigt rings herum eine beeindruckende Dicke, die das Alter und die Kraft des Baumes widerspiegelt.
Die erste schriftliche Erwähnung von Pastviny stammt von 1513, sodass die Linden wahrscheinlich schon bei der Gründung des Dorfes standen. Nach 1200 befand sich an der Stelle von Haus Nr. 21 ein Blockhaus, das die Hirten der Herrschaft Žampach nutzten, und die Linden sollen die Ecken eines Viehpferchs markiert haben. Beide Bäume wurden in den 1940er Jahren unter Schutz gestellt; die zweite Vejdova lípa wurde am 11. September 1978 von einem Sturm zerstört.
Der Name stammt von Doleček, einem früheren Hofbesitzer mit dem Spitznamen „Vejda“ nach seinem Ausspruch „Kdypak já na ten kopec vejda?“. Die Linden, der Hof, das Forsthaus von 1872 und die Siedlung „Na Vejdovně“ übernahmen den Spitznamen. Eine Sage erzählt, ein Hirtenjunge sei in den Stamm gefallen, und man habe später nur sein Skelett gefunden.
Der Baum liegt in der Nähe des Dorfes Pastviny und ist zu Fuß erreichbar, wobei die Wege je nach Jahreszeit unterschiedlich zugänglich sein können. Es ist empfehlenswert, festes Schuhwerk zu tragen und die Route zu prüfen, bevor man sich auf den Weg macht.
Die Höhlung im Stamm bietet laut einem zeitgenössischen Bericht der Gendarmeriestation Platz für einen Tisch und vier Stühle und diente zeitweise als Lager für landwirtschaftliches Gerät. Seit 1997, nach der Beschädigung der Tatrovická lípa, ist er der umfangreichste Baum Tschechiens.
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