Castle Červená Řečice, Renaissance-Schloss in Červená Řečice, Tschechische Republik.
Schloss Červená Řečice ist ein Renaissance-Bau in diesem Dorf mit mehreren Flügeln, die einen zentralen Innenhof umgeben. Die Fassaden tragen Sgraffito-Muster und architektonische Details im Renaissance-Stil, während Kellerräume unter Glas-Abdeckungen einige ursprüngliche Bautechniken zeigen.
Die Prager Bischöfe besaßen die Herrschaft seit dem 12. Jahrhundert und ließen in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts eine Feste errichten; unter Erzbischof Arnošt von Pardubice wurde sie Anfang des 14. Jahrhunderts zu einer gotischen Burg umgebaut. Sebastian Leskovec von Leskovec wandelte sie in den 1560er Jahren in ein Renaissanceschloss um, und nach 1623 ging sie an die Prager Erzbischöfe über, die sie bis ins 20. Jahrhundert hielten.
Der Name des Schlosses erinnert an die Familie Leskovec, die das gotische Kastell in den 1560er Jahren in einen Renaissancebau umwandelte; Šebestián Leskovec erscheint in den Landtagen von 1569–1570 unter dem Beinamen „auf Nová Řečice“. Nach 1597 übernahm die Familie Říčany den Besitz, und 1623 übertrug Kaiser Ferdinand III. die Herrschaft dem Erzbischof Arnošt Vojtěch von Harrach, der hier im Dreißigjährigen Krieg Zuflucht suchte.
Das Schloss steht im Zentrum von Červená Řečice an der Straße II/112, auf der der Radweg 1224 verläuft; auf dem Platz kreuzt ihn der Radweg 1218. Die Bushaltestelle liegt 100 m vom Tor entfernt, und durch den Ort führen ein roter, ein blauer und ein gelber Wanderweg. Nach der ersten Phase des Wiederaufbaus wurde die Anlage am 1. Juli 2023 für die Öffentlichkeit geöffnet.
Der Schlossgraben führt noch Wasser, in ihm wachsen alte geschützte Bäume, während der einstige englische Park am Schloss verschwand und von wild aufgegangenen Gehölzen überwuchert wurde. Die Südbastion der Befestigung heißt Hladomorna, „Hungerturm“.
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