Depo kolejových vozidel Česká Třebová, Eisenbahndepot in Česká Třebová, Tschechische Republik
Das Eisenbahn-Betriebswerk Česká Třebová ist eine Wartungs- und Reparaturanlage für Lokomotiven und Eisenbahnwagen in Ostböhmen. Die Einrichtung umfasst mehrere Werkstätten, Lagerhallen und Gleisanlagen für verschiedene Wartungsarbeiten.
Ein Lokomotivschuppen mit Drehscheibe bestand seit der Eröffnung der Bahn am 20. August 1845, 1848 wurde das Depot erweitert. Von 1855 bis 1909, als die Strecke der französisch finanzierten Staatsbahngesellschaft gehörte, wurde der ganze Bahnhofsbereich modernisiert. 1932 ging ein neues Heizhaus in Betrieb, damals das modernste in der Tschechoslowakei, mit einem hohen runden Wasserturm; sein mächtiger Bekohlungskran wurde 1972 abgerissen. 1938 wurde das Depot bis 1945 in einen tschechischen und einen deutschen Teil getrennt.
Eisenbahnfreunde nennen einen Teil des Geländes den „Lokomotivfriedhof“, wo ausgemusterte Maschinen wie die 749 mit dem Spitznamen „Zamračená“ (die Finstere) auf die Verschrottung warten. Fotografiert wird neben den befahrenen Gleisen, daher ist eine Warnweste ratsam. Die letzte Dampflok des Depots Česká Třebová war die 310.922.
Das Depot liegt am Eisenbahnknoten Česká Třebová, wo Lokomotiven direkt an befahrenen Gleisen abgestellt sind; beim Gehen über das Gelände ist eine Warnweste ratsam. Es ist kein Museum, sondern ein in Betrieb befindlicher Standort: Die 1994 eingerichtete Verschrottungswerkstatt zerlegte mit 49 Beschäftigten fast 100 Lokomotiven pro Jahr.
Ab 1994 wurden am Standort Česká Třebová Schienenfahrzeuge verschrottet, ab 2005 war er die einzige Verschrottungswerkstatt des Landes, wo 49 Beschäftigte jährlich fast 100 Lokomotiven zerlegten. Die letzte Dampflok des Depots war die 310.922; die 556.0370 war die vorletzte, zuletzt im Februar 1980 angeheizt.
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