Vinice, Naturdenkmal und Schutzgebiet in Jince, Tschechische Republik.
Vinice ist ein 42,18 Hektar großes bewaldetes Naturdenkmal an einem südwestlich ausgerichteten Felshang über der Litavka bei der Station Jince, das 1999 ausgewiesen wurde. Seine Aufschlüsse der mittelkambrischen Jince-Formation bestehen aus gelbgrauen Siltsteinen, grünlichen Grauwackenschiefern und harten Quarziten; bekannt ist der Ort für Trilobiten wie Paradoxides gracilis und Hydrocephalus minor.
Vinice wurde am 30. April 1999 vom Bezirksamt Příbram zum Naturdenkmal erklärt; es umfasst 42,18 ha bewaldeten Hangs über der Litavka. Berühmt war die Stätte früher: Die kambrischen Fossilien von Jince waren seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts bekannt, und Joachim Barrande untersuchte sie im 19. Jahrhundert. Zwischen 1806 und 1852 versuchte man hier vergeblich Weinbau, woraus der Name Vinice stammen dürfte.
Der Name Vinice („Weinberg“) stammt wohl von einem Versuch, hier zwischen 1806 und 1852 Wein anzubauen, der wegen armer Böden und Wassermangels scheiterte. Wo genau dieser Weinberg lag, lässt sich nicht mehr bestimmen. Durch das Gebiet führt ein 17,3 km langer Lehrpfad von Jince zum Olymp Brd.
Das Gebiet ist auf ausgeschilderten Wegen zugänglich, die das ganze Jahr über begehbar sind. Der Frühling und Sommer bieten die besten Bedingungen für die Beobachtung von Pflanzen und Tieren.
Die wichtigste Gefährdung ist das illegale Sammeln von Trilobiten; Naturschützer schlagen vor, den Verkauf von Fossilien aus den Jincer Schichten gesetzlich zu verbieten und die Zusammenarbeit mit der Kriminalpolizei abzustimmen. Das Sammeln schädigt auch die seltenen Pflanzen der Felspartien, darunter Centaurea triumfettii und Pulsatilla pratensis subsp. bohemica.
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