Schlossberg, Gipfel mit Burgruine in Most, Tschechische Republik.
Hněvín, auch Schlossberg genannt, ist ein phonolithischer Hügel vulkanischen Ursprungs, der sich am Nordrand von Most auf 407 m über dem Meer erhebt. Auf seinem Gipfel steht die moderne Burg Hněvín mit einem Aussichtsturm, eine von weitem sichtbare Landmarke. Der Hügel ist teilweise bewaldet und mit Weinbergen terrassiert.
Bereits im 9. Jahrhundert stand auf dem Gipfel wohl eine befestigte Siedlung, die später in Stein umgebaut wurde. Das Schloss wurde kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg abgerissen und um 1900 wieder errichtet; der heutige Bau wurde 2000–2001 restauriert. Karl IV. verlieh 1374 den Moster Bürgern das Recht, Weinberge anzulegen.
Der Name Hněvín stammt von Hněva, einem Mitglied der Familie Hrabišic, die dieses Gebiet im frühen Mittelalter besiedelte; die tschechische Form ersetzte um 1900 das ältere Zámecká hora (Schlossberg). Karl IV. verlieh 1374 den Moster Bürgern das Recht, hier Weinberge anzulegen, und 2004 wurden auf den alten Terrassen wieder Reben gepflanzt.
Der Gipfel ist über die Straße Hněvín erreichbar, die beim Wiederaufbau der Burg 2000–2001 instand gesetzt wurde; die Hänge des Berges wurden nach dem Bau des Moster Korridors wieder aufgeforstet. Im Sattel auf der Westseite steht ein Wasserwerk, und die Stadt Most plant einen Radweg über den Gipfel.
Der Hügel ist ein 27,4 Millionen Jahre alter phonolithischer Vulkanschlot; sein Gestein enthält extrem wenig Nickel und Chrom, aber viel Zirkon und Niob. Die Weinbergterrassen am Südhang, die Karl IV. 1374 den Moster Bürgern verlieh, wurden 2004 neu bepflanzt.
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