Kláštov, Berggipfel in Ostmähren, Tschechische Republik
Klášťov ist mit 753 m der höchste Gipfel der Vizovické vrchy, an der Flur Zámčisko auf den Katastern von Vysoké Pole und Bratřejov. Auf dem Gipfel steht der Felsen Čertův kámen, darunter liegt eine Quelle, und ein Steinwall von etwa 1 m Höhe (im Nordosten bis 3 m) umschließt eine dreieckige Anlage von rund 2,1 ha.
Zu Beginn des 1. Jahrtausends v. Chr., in der späten Bronzezeit, entstand auf dem Kláštov eine befestigte Siedlung mit einer über 3 Meter breiten Wallmauer aus Stein. Er war der höchstgelegene großmährische Burgwall; die Grabung unter Jiří Kohoutek fand 2005 Depots mit über 100 Eisengegenständen, die er als Opfer an die Götter deutete.
Lokale Sagen erzählen von einer hölzernen Burg, deren letzter kinderloser Besitzer seinen Schatz vergrub, bewacht von Schlangen, Skorpionen, schwarzen Hunden und einem wilden Stier. Auch soll hier ein harmloser Zauberer als Einsiedler gelebt haben, und der Teufel habe die Steine auf den Gipfel getragen.
Die Wanderwege zu diesem Gipfel sind gut markiert und führen durch die Hügellandschaft. Je nach Kondition und Route dauert der Aufstieg zwischen einer und zwei Stunden.
Im Mai 2005 legten Archäologen unter Jiří Kohoutek, angeregt durch einen Amateurfund zwei Jahre zuvor, einen Hort von 51 Gegenständen unter einem Mühlstein frei. Weitere Grabungen erbrachten über 100 eiserne Werkzeuge, Waffen und Schmuckstücke der Hallstattzeit, darunter Ausrüstungsteile eines berittenen Kriegergefolges.
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