Volfštejn, Burgruine und Kulturdenkmal in Třebel, Tschechische Republik.
Volfštejn ist eine Burgruine mit fast ovalem Grundriss, beherrscht von einem runden Bergfrit, dessen spätromanisches Portal erhalten ist. Der gegenüberliegende Palas ragt zwei Geschosse hoch, und an der Ostmauer standen ein zweiräumiges Gebäude und ein viereckiger Turm.
Volfštejn wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts gegründet; der runde Bergfrit mit spätromanischem Portal ist sein ältester Teil. Die erste schriftliche Erwähnung stammt von 1316, als Beneda von Volfštejn Dluhomil und Bedřich von Brod wegen der Ermordung seines Vaters Ctibor verklagte. Die Herren von Volfštejn hielten die Burg bis 1460, dann zogen sie nach Třebel; 1527 wurde sie als wüst bezeichnet.
Die Ruinen bewahren ihren mittelalterlichen Charakter und zeigen, wie Burgherren ihre Macht über das umliegende Land demonstrierten. Der Ort verkörpert das Leben aus einer Zeit, als solche Festungen das Wiedererkennungszeichen der regionalen Herrscher waren.
Die Ruine liegt in einem dichten Waldgebiet in der Nähe von Třebel in der Region Tachov. Der Besuch erfordert grundlegende Wanderfähigkeit, da der Zugang auf unbefestigten Wegen durch bewaldetes Gelände führt.
Die dendrochronologische Untersuchung des bei den Reparaturen des großen Turms gefundenen Gerüsts ergab, dass das verwendete Eschenholz zwischen 1260 und 1262 gefällt wurde; damit lässt sich der alte runde Bergfried mit seinem spätromanischen Portal in die Mitte des 13. Jahrhunderts datieren. Der Turm hatte einen flachen Innenraum, und eines seiner Geschosse wurde von einem Kamin beheizt.
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