Horská louka u Háje, Naturschutzgebiet bei Loučná pod Klínovcem, Tschechische Republik
Horská louka u Háje ist ein 27,75 Hektar großes Naturschutzgebiet am Osthang der Macecha im Erzgebirge auf 893 bis 959 Metern. Die Hälfte besteht aus Borstgrasrasen, ein Drittel aus Feuchtflächen und der Rest aus montanem Torffichtenwald im Süden. Der Bach Černá voda durchfließt das Gebiet.
Das Gebiet wurde am 16. Mai 1994 von der Bezirksverwaltung Chomutov als Naturschutzgebiet ausgewiesen, um eine der letzten Bergwiesen im Erzgebirge zu schützen. Die Gründung geschah in Anerkennung des Wertes dieser seltenen Landschaftsform für die Region.
Am Nordrand der Wiese lag die Siedlung Königsmühle, eine ärmliche Weidefläche, die in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verschwand. Erhalten sind Ruinen, ein zugewachsener Mühlgraben und ein Hohlweg, der stellenweise über zwei Meter tief ist; von Háj aus weist ein Pfeil mit der Aufschrift Königsmühle den Weg.
Besucher können das Schutzgebiet über einen Feldweg vom Dorf Háj oder über einen Waldweg vom Wegkreuz Selský les erreichen. Die beste Jahreszeit zum Erkunden ist von Mai bis September, wenn die Wiesen offen sind und die Wege gut begehbar sind.
Die Wiese dient zudem der Trinkwassergewinnung für die umliegenden Dörfer. In den 1970er und 1980er Jahren wurde ein kleiner Zufluss der Černá voda begradigt und vertieft, was die Fläche austrocknete, bis der Bach nach 1994 aufgestaut wurde. Die damaligen Pflanzungen von Stechfichte und Bergkiefer scheiterten und wurden entfernt.
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