Kokšín, Naturschutzgebiet in Spálené Poříčí, Tschechische Republik.
Kokšín ist ein 20,63 Hektar großes Naturschutzgebiet am Hang des 684 Meter hohen Kokšín im Brdy-Gebirge, etwa zwei Kilometer östlich von Hořehledy. Geschützt werden artenreiche Buchenwälder und Tannen-Buchenwälder, an der Nordgrenze ein Ahorn-Buchenwald auf Blockschutthängen. Das Gebiet liegt zwischen 592 und 673 Metern und hat keinen Wasserlauf.
Kokšín wurde erstmals 1955 geschützt, als das Kulturministerium der Tschechoslowakischen Republik 2,25 Hektar auswies. 1962 wurde die Fläche auf 18,39 Hektar erweitert; das heutige Schutzgebiet von 20,63 Hektar wurde 1978 abgegrenzt und durch die Verordnung Nr. 6/1991 des Umweltministeriums eingerichtet. Seit 2016 gehört es zum Landschaftsschutzgebiet Brdy.
Der Name Kokšín bezeichnet auch den 684 m hohen Hügel über dem Reservat, auf dessen Gipfel Reste einer wahrscheinlich hallstattzeitlichen Höhensiedlung liegen; die Befestigung befindet sich am Südrand des Reservats, außerhalb davon. Am Hang wurde Eisenerz und später radioaktives Erz abgebaut, Spuren dieses Bergbaus sind im Reservat erhalten.
Das Reservat liegt rund zwei Kilometer östlich von Hořehledy, etwa auf halbem Weg nach Planiny, am Hang des 684 m hohen Kokšín; das Schutzgebiet selbst reicht von 592 bis 673 m. Im Gebiet fließt kein Bach, entwässert wird es über Bradava und Mítovský potok. Der Gipfel mit den Resten des Hradiště liegt außerhalb der Reservatsgrenze.
Der Gipfel des Kokšín, knapp außerhalb der Reservatsgrenze, wurde als Fundstätte für Stromatolithen des tschechischen Proterozoikums ausgewählt. Das graugrüne Metabasaltsubstrat des Reservats, reich an eisenhaltigen Ockern und Hämatit, bewahrt zudem Spuren des früheren Abbaus von Eisen- und radioaktivem Erz.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.226 Mitwirkenden weltweit.