Koloděje chateau, Barockschloss in Koloděje, Tschechische Republik.
Das Schloss Koloděje ist ein befestigtes Gebäude aus der Barockzeit mit späteren romantischen Elementen, das sich auf einem Hügel erhebt und durch italienische architektonische Einflüsse geprägt wird. Die Struktur zeigt sorgfältig gearbeitete Details und kombiniert wehrhaften Charakter mit der Eleganz der Kunstepoche.
Das Schloss wurde 1346 als Festung erbaut und fiel danach in die Hände von König Karl IV., der es seinem Bruder, dem Markgraf von Mähren Jan Jindřich, schenkte. Diese königliche Verbindung prägte die Bedeutung des Ortes für Jahrhunderte.
Die Kellerräume des Schlosses Koloděje dienten in den 1950er Jahren als Gefängnis für Opfer stalinistischer Schauprozesse und zeigen die belastete politische Geschichte der Region. Besucher können heute die Spuren dieser Zeit in der Architektur und der Raumaufteilung erkennen.
Das Schloss ist derzeit nicht für Besucher zugänglich, da es seit 2010 wieder in Privatbesitz ist und nicht öffentlich genutzt wird. Die Außenansicht von den umliegenden Wegen aus ermöglicht aber dennoch einen Eindruck des Gebäudes und seiner Lage in der Landschaft.
1791 war das Schloss Koloděje der Aufbewahrungsort der böhmischen Kroninsignien für eine Nacht, als sie zur Krönung Leopolds II. transportiert wurden. Diese kurze Episode zeigt, welche hohe Bedeutung der Ort in der Staatsgeorganistation der Zeit hatte.
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