Johanniterkommende Böhmisch Aicha, Mittelalterliches Kloster in Český Dub, Tschechische Republik.
Die Kommende der Malteser in Český Dub ist eine ehemalige Johanniterkommende, deren kleiner und großer Saal sowie die Kapelle Johannes des Täufers 1991 freigelegt wurden. Die Anlage, Teil des denkmalgeschützten Schlossareals, zeigt spätromanische und gotische Bautechnik.
Die Kommende bestand vor 1260 und wurde von Havel von Lemberk, dem Gemahl der heiligen Zdislava, gegründet, der die Johanniter südlich des Ještěd ansiedelte und das Marktrecht von Světlá nach Dub verlegte. Die ersten direkten Nachrichten stammen von 1291 und 1294, als der Bischof von Krakau Pilgern der Heilig-Geist-Kirche vierzigtägige Ablässe gewährte. Im Juni 1425 nahmen husssitische Truppen unter Jan Čapek von Sán Český Dub ein, die Kommende fiel; ihre Reste wurden später zu einem Renaissanceschloss umgebaut.
Der Orden war der der Johanniter, nicht der Malteser. Die Kapelle Johannes des Täufers der Kommende wurde neu geweiht und dient wieder liturgischen Zwecken; die Anlage wird vom Podještědské-Museum in Český Dub verwaltet. Die Stadt selbst entstand aus dem Marktflecken Dub, der zunächst Nová Světlá hieß.
Die Kommende wird vom Podještědské muzeum in Český Dub verwaltet, und die Kapelle Johannes des Täufers wurde neu geweiht und dient liturgischen Zwecken. Der Komplex gehört zum geschützten Schlossareal, wobei der Denkmalschutz ab dem 8. Dezember 1995 auf die neu entdeckten Räume ausgedehnt wurde.
Die Reste der Kommende galten als verloren, bis 1991 mit Hilfe von Tomáš Edel der kleine und der große Saal sowie die Johanneskapelle freigelegt wurden. Die Kapelle wurde neu geweiht und dient wieder liturgischen Zwecken; betreut wird der Komplex vom Museum Podještědské muzeum.
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