Kongresszentrum Prag, Kongresszentrum in Nusle, Prag, Tschechische Republik
Das Prager Kongresszentrum ist ein neofunktionalistisches Gebäude am Rand des Nusletals, zwischen Nuslebrücke und Pankrác-Platz. Es umfasst 70 Säle, Lounges und Tagungsräume mit insgesamt 9.300 Plätzen; der Kongresssaal fasst 2.764 Personen. Sein weiß verkleideter Oberbau kragt über einem Band aus dunklem Glas aus, und das angrenzende Hotel Holiday Inn ist angebunden.
Der Bau begann 1976 auf dem Sportplatz von Nusle, und das Gebäude wurde am 2. April 1981 als Kulturpalast im Beisein von Präsident Gustáv Husák eröffnet. 1995 wurde es in Kongresszentrum Prag umbenannt und zwischen 1998 und 2000 saniert. Im Jahr 2000 tagten hier IWF und Weltbank, 2002 fand der NATO-Gipfel statt.
Der Kongresssaal wird sowohl für Konferenzen als auch für Konzerte genutzt und zieht Besucher an, die sich für hochwertige Musikaufführungen interessieren. Menschen kommen hierher, um international bekannte Künstler zu erleben, und die Akustik des Raums schafft ein intensives Hörerlebnis.
Das Zentrum hat gute öffentliche Verkehrsanbindung durch die nahegelegene U-Bahn-Station und ist mit dem Auto über unterirdische Parkplätze erreichbar. Besucher finden die Einrichtung relativ leicht zugänglich und können direkt vom angrenzenden Hotel aus anreisen.
Der tschechische Spitzname „Lidojem“ (Menschenfresser) spiegelt die Unbeliebtheit des Baus, während „Moby Dick“ und „briketa“ auf seine Form anspielen. Auf dem Dach steht eine Solaranlage mit 7 000 m² Fläche und 936 kWp Leistung, die bis zu 10 % des Stromverbrauchs des Zentrums deckt.
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