Hradiště u Černovic, Naturdenkmal im Erzgebirge bei Černovice, Tschechische Republik
Hradiště u Černovic ist ein 4,76 Hektar großes Naturdenkmal auf dem 594 Meter hohen Hradiště (Klein Burberg) im Erzgebirge, 1,5 km nordwestlich von Černovice. Geschützt wird eine 5 bis 15 Meter mächtige tertiäre Kieselschieferplatte mit Pflanzeneindrücken über den Sedimenten des Moster Beckens. Eine verwitterte Abbauwand bildet den Südrand des 300 × 100 Meter großen Gipfelplateaus.
Der Gipfel wurde im Neolithikum, etwa 5000–4000 v. Chr., besiedelt und im 10. Jahrhundert v. Chr. vom Volk der Knovízer Kultur befestigt. Nach einer Phase sporadischer Nutzung wurde er zwischen dem 8. und 10. Jahrhundert n. Chr. intensiv wiederbesiedelt. Ein heute verfallener Steinwall verläuft noch an der Nord- und Ostseite.
Die örtliche Überlieferung verbindet den Burgwall mit dem Räuber und Mörder Podpinka, der in einer abgedeckten Grube gehaust haben soll; ein Pilzsammler stolperte über seinen „Schornstein“ aus einem hohlen Baumstumpf, worauf er gefasst wurde. Zudem sollen an nebligen Tagen im Frühjahr und Herbst blaue Flämmchen hier schweben und vergrabene Schätze anzeigen.
Man erreicht das Gelände über einen markierten Wanderweg von Chomutov aus, wobei der Aufstieg auf dem Hügel etwas anstrengend ist. Es ist ratsam, festes Schuhwerk zu tragen und ausreichend Zeit für die Wanderung einzuplanen.
Steine, die hier abgebaut wurden, dienten als Baumaterial für eine wichtige Eisenbahnstrecke in der Region. Diese Verbindung zwischen Natur und industrieller Geschichte ist heute für Besucher nachvollziehbar.
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