Church of the Visitation, Neugotische Kirche in Poštorná, Tschechische Republik.
Die Kirche Mariä Heimsuchung ist ein neugotischer Bau, der 1895–1898 nach einem Entwurf von Karl Weinbrenner errichtet wurde, inspiriert von Friedrich Schmidts Wiener Kirche Maria vom Siege. Die Hauptfassade liegt an der Straße nach Břeclav, weshalb der Chor nach Südwesten ausgerichtet ist. Eine 50,7 Meter hohe Kuppel auf achteckigem Tambour, bekrönt von einer Laterne in Kronenform, dominiert den Bau, und über dem Portal steht Josef Beyers Statue des segnenden Christus.
Der Grundstein wurde am 24. Juni 1895 gelegt, und die Kirche wurde am 3. Juli 1898 von dem Wiener Bischof Dr. J. Schneider im Beisein der Fürstenfamilie Liechtenstein geweiht. Sie ersetzte eine 1339 erbaute Kirche, die verfallen und nach dem Wachstum von Poštorná zu klein war. Fürst Johann II. von Liechtenstein unterstützte das Projekt, und der Architekt Karl Weinbrenner nahm die Wiener Kirche Maria vom Siege von Friedrich Schmidt zum Vorbild.
Die Kirche ist die Pfarrkirche von Břeclav-Poštorná, errichtet auf Initiative der Bewohner von Poštorná und der Siedler aus dem eingepfarrten Charvátská Nová Ves, mit Unterstützung des Fürsten Jan II. von Liechtenstein. Die Pfarre Poštorná ist ab 1570 belegt, als auch das nahe Hlohovec dazugehörte; zeitweise verwalteten ihre Priester sogar die Kirche in Břeclav, obwohl Poštorná bis 1920 zu Niederösterreich und Břeclav zu Mähren gehörte.
Das Gebäude befindet sich im Dorfzentrum und ist von den Straßen aus leicht zu erreichen. Besucher können sowohl die Außenseite als auch das Innere erkunden, um die Architektur und Einrichtung zu sehen.
Die Kirche wurde aus Material der örtlichen fürstlichen Ziegelei errichtet, mit rund 200 Arten von Ziegeln, Fliesen, Formteilen und glasierten Keramikdachziegeln. Auf der Kuppel sitzt eine Laterne in Kronenform, und der Hochaltar soll provisorisch sein: Der Legende nach floh ein Ungar mit seinen Plänen.
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