Church of the Holy Name of Jesus, Barockkirche in Východní Předměstí, Plzeň, Tschechien.
Die Kirche des Heiligen Namens Jesu ist ein barockes Gotteshaus in Plzeň, das in Etappen entstand: eine mittelalterliche quadratische Kapelle, heute das Eingangsvestibül; ein 1745–1746 von Matěj Ondřej Kondel angebautes Presbyterium mit elliptischen Seitenwänden und einem kleinen Glockentürmchen; und ein 1806–1807 von Antonín Barth errichtetes Schiff, das den Altar nach Osten ausrichtete.
Die Kapelle wurde 1745–1746 für den Plzeňer Arzt und Bürgermeister Petr Pavel Helffer umgebaut, der eine Familiengruft wünschte; Matěj Ondřej Kondel, damals an Bauten nach Entwürfen Jan Blažej Santini-Aichls tätig, fügte der alten quadratischen Kapelle einen rechteckigen Presbyteriumsanbau hinzu. Die Familie Perner erweiterte sie 1806–1807 unter dem Baumeister Antonín Barth und richtete den Altar nach Osten aus; die Weihe erfolgte am 2. Januar 1808. Ein Einbruch 1933 veranlasste Studenten zur Gründung eines Vereins, der den Bau sanierte; neu geweiht am 5. Januar 1936.
Die Einheimischen nennen sie „U Ježíška“, die einzige der vier tschechischen Kirchen mit diesem Patrozinium, die diesen Spitznamen trägt. Die Kapelle war dem Prager Jesuskind geweiht, und eine 1777 in der Werkstatt von Jakub Vilém Seitz gegossene Glocke hing hier; ein Deckenfresko von František Julius Lux wurde 2005 restauriert.
Die Kirche befindet sich im Stadtteil Východní Předměstí und ist offen für Besuche zu Gottesdiensten sowie zur Besichtigung ihrer architektonischen Merkmale. Besuchern wird empfohlen, den Innenraum mit Respekt zu betreten und religiöse Aktivitäten zu berücksichtigen.
Die Kirche trägt die Denkmalnummer 45030/4-4467, was ihr einen besonderen Schutzstatus innerhalb des tschechischen Kulturerbesystems sichert. Diese Klassifizierung bedeutet, dass das Gebäude als nationales Kulturgut anerkannt und durch Gesetze geschützt wird.
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