Kirche der Schmerzensreichen Mutter Gottes, Barockkirche in der Neustadt, Prag, Tschechische Republik
Kostel Panny Marie Sedmibolestné Na Slupi ist eine einschiffige Barockkirche mit kleinem Turm in der Fassade, die 1724–1725 nach einem Entwurf von Kilian Ignaz Dientzenhofer errichtet wurde. Die zweigeschossige Westfront trägt ein Portal mit dem Wappen der Gräfin Marie Markéta von Valdštejn, ein Kasel-Fenster und ein dorisches Gebälk mit Dreiecksgiebel. An das zweijochige Schiff schließt ein flacher Presbyterium an, links der Fassade steht die Thekla-Kapelle.
Die Kirche wurde 1724 bis 1725 nach einem Entwurf von Kilian Ignaz Dientzenhofer für Kloster und Krankenhaus der Elisabethinerinnen errichtet; diesen Orden brachte 1719 die Gräfin L. Schönkirchová nach Prag, die auch die Mittel für den Bau sammelte. Bereits 1725 wurde die Kirche geweiht, 1762 kam seitlich der Fassade die Thekla-Kapelle hinzu.
Die Kirche ist ein wichtiger Ort für die römisch-katholische Gemeinde und steht in direkter Verbindung mit dem benachbarten Elisabethinerinnen-Konvent. Das Gebäude zeigt, wie religiöse und karitative Institutionen in dieser Zeit eng miteinander verflochten waren.
Die Kirche steht in der Straße Na Slupi 6 in der Prager Neustadt, südlich des Botanischen Gartens der Karlsuniversität, nicht in der Altstadt. Sie ist im Winter beheizbar und diente der Deutschsprachigen Katholischen Gemeinde Prag als Kirche für die Sonntagsmesse; Touristen steht sie zu den Gottesdienstzeiten offen.
Das Besondere an dieser Kirche ist ihre ursprüngliche Funktion als Doppelgebäude, das Raum für Krankenbetreuung und Spiritualität zugleich bot. Diese Verbindung zeigt, wie die barocke Kirche nicht isoliert stand, sondern in ein Netzwerk sozialer und medizinischer Aufgaben eingebunden war.
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