Libický luh, Naturschutzgebiet in Oseček, Tschechische Republik.
Das Schutzgebiet Libický luh ist ein Flussauenwald mit ausgedehnten Seen und Altarmen entlang der Elbe. Das Waldgelände erstreckt sich über sanfte Erhebungen mit dichtem Bewuchs und offenen Wasserflächen, die durch natürliche Prozesse und alte Flusswindungen entstanden sind.
Das Gebiet wurde in militärischen Karten des späten 17. Jahrhunderts unter dem Namen Libitzer Au festgehalten und erlebte wesentliche Veränderungen nach der Regulierung der Elbe im Jahr 1819. Diese Flussregulierung veränderte den Wasserlauf und prägte die heutigen Lebensräume.
Der Ort ist ein Zentrum für Naturbeobachtungen, wo Besucher seltene Vogelarten und spezialisierte Pflanzen an den verschiedenen Biotopen beobachten können. Die Wälder und Seen ziehen Ornithologen und Naturfreunde an, die hier Brut- und Zugvögel studieren.
Das Gebiet ist mit dem Auto von Prag aus über die Schnellstraße zur Ausfahrt Velký Osek erreichbar, und es gibt gekennzeichnete Wanderwege vor Ort. Besucher können auch per Bahn zu einer nahegelegenen Station fahren und von dort aus die Wege erkunden.
Das Schutzgebiet beherbergt über 600 Arten von Moosen und Lebermoosen, die auf den feuchten Waldbedingungen gedeihen. Diese hohe Vielfalt an Moosen ist ungewöhnlich und macht es zu einem Zentrum für das Studium dieser oft übersehenen Pflanzengruppe.
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