Kunčický bludný balvan, Naturdenkmal in Kunčice, Tschechische Republik
Kunčický bludný balvan ist der größte bekannte Findling Tschechiens: ein ellipsoider Block aus grobkörnigem porphyrischem Granit mit 320 × 250 × 155 cm und 17,5 Tonnen Gewicht. Das gelblich graurosa Gestein enthält 1–2 cm große Einsprenglinge aus rosa und gelblichem Kalifeldspat sowie Plagioklas, zerkleinerten Quarz, Biotit, Magnetit, Apatit und selten Epidot. Er ruht auf einem Betonsockel an der Vratimovská-Straße in Kunčice.
Der Block wurde 1954 bei den Fundamentarbeiten für die Gießerei Nová huť Klementa Gottwalda entdeckt und aus 6,8 m Tiefe gehoben. Zum Naturdenkmal erklärt wurde er am 1. Januar 1990, nicht schon bei seiner Auffindung.
Der Stein ist ein Zeugnis der Eiszeitbewegungen und zeigt, wie Gletscher große Felsbrocken über weite Strecken transportierten. Besucher können heute an diesem Ort die geologische Geschichte der Region unmittelbar erfassen.
Der Findling liegt in der Nähe des südlichen Eingangs zur ehemaligen Hüttenanlage, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist. Das Gelände ist relativ flach und ermöglicht einen einfachen Zugang zum Stein.
Der Findling ist einer der größten bekannten erratischen Blöcke in der Tschechischen Republik und verdankt seine Erhaltung einem zufälligen Arbeiterfund. Seine genauen Ursprünge und die Entfernung, die er während der Eiszeit zurückgelegt hat, bleiben teilweise ungeklärt.
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