Kostel svatého Františka a Viktora, Katholische Pfarrkirche in Hrušov, Ostrava, Tschechische Republik
Die Kirche des Heiligen Franziskus und Viktors ist ein Backsteinbau in Hrušov mit charakteristischen gotischen Stilmerkmalen wie Spitzbögen, Rippengewölben und Strebepfeilern. Das Gebäude zeigt die architektonischen Prinzipien der Neugotik des 19. Jahrhunderts in seiner Struktur und Gestaltung.
An dieser Stelle stand zuvor eine hölzerne Kirche der heiligen Maria Magdalena aus dem 14. Jahrhundert. Viktor Ritter Miller zu Aichholz, Besitzer der örtlichen Sodafabrik, finanzierte den Neubau, den der Wiener Architekt Max Schweda mit Leopold Theyer nach Skizzen Heinrich von Ferstels entwarf. Der Grundstein wurde am 4. Juli 1886 gelegt, der Bau Ende 1887 vollendet und die Kirche am 23. Mai 1893 von Kardinal Jiří Kopp geweiht. Seit 29. März 2010 steht sie unter Denkmalschutz.
Die Kirche ist der römisch-katholischen Diözese Ostrava-Opava zugeordnet und trägt die Namen der Heiligen Franziskus von Assisi und Viktor. Besucher können diese Verbindung in der Ausstattung und den religiösen Funktionen des Ortes erleben.
Die Kirche steht in Hrušov, einem Stadtteil im Osten von Ostrava nahe dem Zusammenfluss von Odra und Ostravice. Der Backsteinturm ist von den umliegenden Straßen aus gut zu erkennen. Der Innenraum ist während der Gottesdienste zugänglich; die Pfarrei sitzt vor Ort.
Die Marienstatue des Seitenaltars wurde beim Hochwasser 1997 zerstört; nur ihre gefalteten Hände blieben erhalten und sind heute vor dem Beichtstuhl ausgestellt. Die heutige Orgel von Rieger aus dem Jahr 1954 ist eine der drei größten Orgeln Ostraus, doch für ihre Generalüberholung fehlt der Pfarrei bislang das Geld.
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