St. Hippolytus, Pöltenberg, Barockkirche in Znojmo, Tschechische Republik.
Die Kirche des Heiligen Hippolyt steht im Znojmer Viertel Hradiště auf den Fundamenten einer Rotunde; der heutige Bau ist spätromanischen Ursprungs und erhielt im 18. Jahrhundert seine barock-klassizistische Gestalt. Die Decke trägt ein Fresko der Auffindung des Heiligen Kreuzes von F. A. Maulbertsch.
Hier stand eine Rotunde mit einer Apsis und einem umgebenden Gräberfeld; 2021 legte die Grabung der Firma Archaia zwei Meter unter dem Boden einen Rundbau von 13,5 m Durchmesser frei, der in die Mitte des 11. Jahrhunderts datiert wird. Die an dieser Stelle errichtete spätromanische Kirche schenkte König Wenzel I. 1240 den Kreuzherren mit dem Roten Stern, die ein Kloster und eine Propstei einrichteten. Nach dem Dreißigjährigen Krieg umgebaut, erhielt sie im 18. Jahrhundert ihre barock-klassizistische Gestalt.
Die Kirche ist dem heiligen Hippolyt geweiht, einem römischen Märtyrer, eine in Böhmen seltene Widmung. Die Kreuzherren mit dem Roten Stern, die die Kirche 1240 erhielten, gründeten hier ein Kloster und eine Propstei, und ihr Emblem des roten Sterns ist am Gebäude zu sehen. Das Deckenfresko der Auffindung des Heiligen Kreuzes von F. A. Maulbertsch ist ein Blickpunkt des Innenraums.
Die Kirche steht im Viertel Hradiště auf dem Gelände über dem Tal der Dyje, erreichbar über einen steilen Anstieg aus der Altstadt von Znojmo. Die 2021 gefundenen Fundamente der Rotunde liegen zwei Meter unter dem heutigen Fußboden, hinter der Presbyteriumsmauer. Das Bauwerk ist als Kulturdenkmal geschützt; der Zugang richtet sich nach der Nutzung als Pfarrkirche.
Das Gebäude wurde vom Kulturministerium als kulturelles Denkmal anerkannt und gehört zu einem Schutzprogramm für historische Stätten. Diese Anerkennung bedeutet, dass die Kirche als Teil des nationalen Kulturerbes gepflegt wird.
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