Křtiny, Schloss in Křtiny, Okres Blansko, Tschechien
Křtiny ist eine ehemalige Residenz der Prämonstratenser aus der Mitte des 17. Jahrhunderts und Teil des Wallfahrtskomplexes um die Kirche Mariä Namen, seit 2008 ein nationales Kulturdenkmal. Das Schloss gehört heute dem Schulforstbetrieb Masaryk's Forest Křtiny der Mendel-Universität in Brno und dient als Hotel und Restaurant.
Das Schloss war die Mitte des 17. Jahrhunderts errichtete Residenz der Prämonstratenser aus Zábrdovice bei Brno. Nach der Aufhebung des Klosters durch Kaiser Joseph II. ging der Besitz an die Familien Ditrichštejn, Bubna z Litic und Tauber und 1894 an Johann II. von Liechtenstein. 1923 kam es an die Brünner landwirtschaftliche Hochschule und dient seit den 1950er Jahren dem universitären Schulwaldbetrieb.
Der Name Křtiny steht mit der Ankunft von Kyrill und Method im 9. Jahrhundert in Verbindung, da der Ortsname von der Taufe abgeleitet ist. Nach der Aufhebung des Klosters unter Joseph II. ging die Herrschaft an die Ditrichštejn, die Bubna z Litic und die Tauber über, und 1894 kaufte Johann II. von Liechtenstein das Gut, um es dem Dorf als Schule oder Krankenhaus zu schenken; das Dorf lehnte wegen der Kosten ab.
Das Schloss beherbergt ein ganzjährig geöffnetes Hotel mit 23 Doppelzimmern für 50 Personen und ein Restaurant mit 88 Plätzen in drei zusammenhängenden Räumen, darunter eine Wintergarten-Terrasse. Ein Aufzug ermöglicht stufenlosen Zugang zu beiden Obergeschossen, ein Zimmer hat ein speziell angepasstes Bad. Es ist Sitz des Schulforstbetriebs Masarykův les Křtiny der Mendel-Universität.
1894 kaufte Johann II. von Liechtenstein das Schloss und wollte es instand setzen und der Gemeinde als Schule oder Krankenhaus schenken. Křtiny lehnte aus Furcht vor den Unterhaltskosten ab, nur ein Arzt wohnte dort. Im Zweiten Weltkrieg nutzte die deutsche Armee die Unterkunftskapazität.
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