Mariánské hradby, Barockbefestigung in Hradčany, Prag, Tschechische Republik
Die Mariánské hradby sind Befestigungsmauern, die sich durch die Stadtviertel Prag 1 und Prag 6 ziehen und mit ihren barocken Merkmalen prägende Landmarken darstellen. Sie bestehen aus stabilen Steinstrukturen, die mit verschiedenen architektonischen Details versehen sind und als Ganzheitliches System die historische Silhouette der Stadt mitgestalten.
Nach der schwedischen Belagerung von 1648, die die Schwäche der mittelalterlichen Mauern Karls IV. zeigte, schlug General Raimund Montecuccoli 1650 Ferdinand III. eine Bastionsfestung vor. Italienische Ingenieure wie Inocentio Conti entwarfen die Pläne, und der Bau dauerte von 1653 bis etwa 1730 und kostete rund zwei Millionen Gulden. Die Mauern widerstanden 1757 der Belagerung Friedrichs von Preußen, doch 1874 begann unter Franz Joseph I. der Abriss.
Der Name stammt von einer der Jungfrau Maria geweihten Kapelle, die 1735 Kilián Ignác Dientzenhofer zwischen den Bastionen X und XI errichtete. Die erhaltenen Bastionen tragen Heiligennamen wie St. Karl, St. Laurentius und St. Adalbert; die Mauern sind als Denkmal 44513/1-482 eingetragen.
Die erhaltenen Bastionen liegen in Prag 1 und Prag 6, vom Bastion IV des heiligen Karl bis zum Bastion XIX der heiligen Maria Magdalena bei der Kramář-Villa. Das Sandtor (Písecká brána) ist das wichtigste erhaltene Tor; unter seinem Bogen an der Chotkova-Straße ist noch ein Stück des ursprünglichen Weges von 1831 sichtbar.
Die Mauern sind nach einer kleinen Marienkapelle benannt, die 1735 zwischen den Bastionen X und XI von Kilián Ignác Dientzenhofer errichtet wurde. Der nördliche Abschnitt weicht ab: Auf einer niedrigen gepanzerten Eskarpe liegt eine Fausse-Braye, der Hauptwall erreicht bis zu 13,5 m über dem trockenen Graben.
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