Na Slatinách, Arbeitersiedlung in Prag 10, Tschechische Republik.
Na Slatinách ist eine Arbeitersiedlung in Prag 10, die aus zahlreichen kleinen Häusern besteht, die überwiegend aus Recyclingmaterialien wie Ziegeln, Holz und Eisenbahnschwellen errichtet wurden. Die Häuser folgen einer geordneten Straßenstruktur und sind mit Elektrizität ausgestattet, während Wasser aus gemeinschaftlichen Hydrantensystemen bezogen wurde.
Die Siedlung wurde 1924 gegründet, als Prag sich zu einer modernen Großstadt entwickelte und Arbeitsplätze in der wachsenden Industrie schuf. Sie war eine Reaktion auf die Wohnungsnot und zog Arbeiter an, die billigen Wohnraum suchten.
Der Ort trägt seinen Namen von den sumpfigen Wiesen, die das Gelände früher prägten. Heute zeigen sich in den Häusern und der Anordnung der Straßen noch Spuren dieser improvisierten Entstehung aus einer Zeit wirtschaftlicher Not.
Der Ort ist zu Fuß leicht erreichbar und die engen Straßen zwischen den Häusern lassen sich problemlos erkunden. Am besten besucht man die Siedlung bei Tageslicht, um die Details der Bauweise und Straßenanordnung besser zu erkennen.
Die Kolonie erreichte ihren Höhepunkt während der Wirtschaftskrise mit etwa 400 Wohngebäuden, die sich größtenteils außerhalb von behördlichen Aufzeichnungen entwickelten. Diese unregistrierte Bauweise machte sie zu einem wichtigen Beispiel für selbstorganisierte Lösungen in Zeiten wirtschaftlicher Not.
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