Ondřejník, Berggipfel in Moravskoslezský kraj, Tschechien
Ondřejník ist ein Massiv der Štramberk-Hochfläche im Vorland der Mährisch-Schlesischen Beskiden, etwa 8 km lang von Nord nach Süd und knapp 3 km breit. Seine Gipfel sind Ondřejník (890 m), ein namenloser Punkt mit 903 m, Stanovec (899 m) und Skalka (964 m), der höchste und der einzige mit markiertem Wanderweg.
Die touristische Geschichte des Massivs beginnt 1906–1907, als die 1899 gegründete Sektion Mährisch-Ostrau des Tschechischen Touristenklubs unter dem Gipfel Ondřejník ihre erste Berghütte in den Karpaten errichtete. 1930 wurde sie erweitert, 1933 kam die Hütte Solárka hinzu, die 2002 abbrannte. Daneben steht eine Kapelle des heiligen Antonius von Padua.
Der Name des Massivs ist mit dem Räuber Ondráš (Ondřej Fuciman, geboren 1680) verbunden, der der Legende nach seine Beute unter der Erde versteckte und von der Skalka einen Gang zur Lysá hora grub, dessen Eingang er mit den Blöcken unter dem Gipfel verschloss. Neben der Ondřejník-Hütte steht eine Kapelle des heiligen Antonius von Padua, an der jährlich am Festtag des Heiligen eine Wallfahrt stattfindet.
Nur Skalka (964 m), der höchste Gipfel, ist über einen markierten Wanderweg erreichbar; an seinem Südwesthang liegt das Naturschutzgebiet Skalka mit bis zu 180 Jahre alten Tannen-Buchen-Beständen. Zwei Langlaufloipen führen über die Hänge, und Lichtungen an den steilen Abhängen dienen dem Gleitschirmfliegen. Die Touristenhütte Ondřejník steht unterhalb des Gipfels Ondřejník (890 m) auf der Südostseite.
Die Felsblöcke unterhalb des Skalka-Gipfels inspirierten die Legende, der Räuber Ondráš (Ondřej Fuciman, geboren 1680) habe seine Beute unter der Erde des Lysá hora versteckt und von der Skalka einen Tunnel gegraben, dessen Eingang er mit ebendiesen Steinen verschloss.
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