Oppidum Závist, Keltische Ausgrabungsstätte bei Lhota, Tschechische Republik
Oppidum Závist ist eine ausgedehnte befestigte Keltensiedlung auf Hügeln neben der Vltava. Die Anlage wird durch Erdwälle, Holzpalisaden und mehrere Eingangstore geprägt, die über ein großes Gebiet verteilt sind.
Die Siedlung entstand während der Hallstattzeit und erlebte ihre Blüte in der frühen La-Tène-Periode, als sie zu den größten Zentren Europas zählte. Sie war Bestandteil eines Handelsnetzwerks, das bis zum Mittelmeerraum reichte.
Die Siedlung zeigt Spuren frühen Handwerks und Handel in Mitteleuropa, mit Hinweisen auf Kontakte zu fernen Völkern. Besucher können die Reste von Werkstätten sehen, die von der wirtschaftlichen Aktivität dieser keltischen Gemeinschaft berichten.
Der Ort ist gut zu Fuß erreichbar, mit markierten Wegen durch die archäologischen Bereiche und Informationstafeln an wichtigen Punkten. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert, da das Gelände hügelig und teilweise uneben ist.
Das Ausgrabungsteam entdeckte hier nicht nur alltägliche Werkzeuge, sondern auch wertvolle Gegenstände wie importiertes Glas und Bronzegefäße aus fernen Ländern. Diese Funde deuten darauf hin, dass die Bewohner wohlhabend waren und bedeutende Handelswege kontrollierten.
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