Burgruine Orlík, Gotische Burg in Rozkoš, Tschechische Republik
Die Burg Orlík ist die Ruine einer gotischen Höhenburg auf dem Berg Rozkoš auf 645 m über dem Dorf Rozkoš, etwa zwei Kilometer von Humpolec entfernt. Ihr kleiner rechteckiger Kern umfasste einen Palas, einen schlanken rechteckigen Turm und ein Tor, später umgeben von einer Vorburg mit neuem Palas, Küche und Torturm mit Zugbrücke. Der Turm wurde 2014 mit einer Eisentreppe wiederaufgebaut und dient als Aussichtsturm.
Die ursprünglich Humpolec genannte Burg wurde wahrscheinlich nach 1371 von den Herren von Dubá errichtet und 1399 unter Heinrich von Dubá erstmals urkundlich erwähnt; 1404 wurde sie von Heinrich von Rosenberg belagert und eingenommen. Arnošt von Leskovec ließ sie Mitte des 15. Jahrhunderts umbauen, und Burjan Trčka von Lípa, der sie 1496 kaufte, vollendete die Arbeiten im Renaissancestil. 1560 wurde sie bereits als wüst bezeichnet, von Jan von Říčany wiederhergestellt und nach 1588 endgültig aufgegeben.
Die Burg hieß zunächst Humpolec; der Name Orlík (Adlerlein) erscheint 1559, als sich Zdeněk Trčka von Lípa „auf Worlik über Humpolec“ nannte. Seit 1997 ist die Ruine im Sommer geöffnet, und am 5. und 6. Juli finden hier Mittelalterfeste statt.
Die Ruine liegt auf dem bewaldeten Hügel Rozkoš in 645 m Höhe und ist über den gelb markierten Wanderweg von Rozkoš oder über einen kurzen Abstecher vom blauen Weg zwischen Humpolec und Lipnice nad Sázavou erreichbar; der Lehrpfad Březina führt in der Nähe vorbei. Seit 1997 ist sie jeweils im Sommer, von Juni bis September, zugänglich. Der 2014 mit einer Eisentreppe ausgebaute Turm dient als Aussichtsturm.
Der Name der Burg wandelte sich: Sie hieß Humpolec, bis Zdeněk Trčka von Lípa sich 1559 als „auf Worlik über Humpolec“ bezeichnete. Der schlanke prismatische Turm war zu klein für eine Wohn- oder Bergfriedfunktion; 2014 wurde er saniert und mit einer Eisenkonstruktion als Aussichtsturm ausgebaut.
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